Statistik v2

Hier nochmal zum Abschluss die Kurzstatistik der Rallye. Im Gegensatz zum Vorjahr war die Strecke dieses Mal auch tatsächlich 3.500 km lang 🙂

Rallye-Distanz von Brüssel nach Edinburgh: 3.446 km zzgl. 56 km Eurotunnel und 9 km Fähre (insg. 3.511 km)
Luftlinie Brüssel-Edinburgh: 750 km
Gefahrene Distanz inkl. An- und Abreise: 4.525 km zzgl. 56 km Eurotunnel und 501 km Fähren (insg. 5.082 km)

Längen der einzelnen Etappen (Karte): (Anreise) 401 km, (1) 413 km (davon 56 km Eurotunnel), (2) 328 km, (3) 385 km, (4) 307 km, (5) 496 km, (6) 244 km, (7) 388 km (davon 9 km Fähre), (8) 356 km, (9) 392 km, (Zieleinfahrt) 202 km, (Abreise) 1170 km (davon 492 km Fähre)

Den Vergleich zum Vorjahr gibt es hier.

Verschleiß
Motoröl: 1 Liter
Bremsflüssigkeit: 0
Keilriemen: 0
Stoßdämpfer: 2
Bier: überabzählbar

Rückreise: Jackpot auf hoher See

Nach einem Abschlussfrühstück mit den Frankfurter Fans (natürlich inkl. Haggis und Black Pudding) und dem obligatorischen Touri-Einkauf auf der Royal Mile ging es im Jag in Richtung Newcastle / North Shields. Die Fahrt lief schneller als erwartet, also war noch Zeit genug für einen Besuch des Outlet-Centers vor dem Fährhafen 🙄 Einfach nur toll.

Ein Großteil der Teams war am Fährhafen mit am Start — Es gab direkt großen Stuhlkreis oben auf den Sonnendeck der Fähre. Ein paar Zigarren, ein dickes Steak, dann ab ins Casino zum Wegzocken der letzten schottischen Geldscheine. Die Bier-Elster war wieder nur am Gewinnen und hat erneut dreistellig am Roulettetisch abgeräumt (wie schon in Monte Carlo in 2016). Einen bescheideneren Jackpot von sage und schreibe 15 Euro gab es bei den Slots, leider ausgezahlt in 20 Cent Münzen — Das sieht leider weniger geil aus als ein Stapel Fuffies. Schäbige Disco-Show reingezogen, dann ab in die Kajüte auf dem Champagnerdeck.

Nach einer kurzen Nacht auf See ging es auf der Autobahn mit Jag-Vollgas (140 km/h) zurück nach Nieder-Eschbach.  😎

Day 10: Zieleinfahrt mit leichtem Dachschaden

Die Nacht in Aberdeen war etwas kurz, die letzte Etappe nach Edinburgh Gott sei Dank auch  😛 . Über den Firth of Forth ging es erst einmal direkt zum Hotel für eine Autogrammstunde für die angereisten Fans (und endlich mal wieder ’nen Burger im Big Lebowski Themenrestaurant).

Erfolgreich vollgefressen ging es zurück zum Jag. Zu fünft haben wir das maximal zugelassene Gesamtgewicht des Jag locker erreicht — was sich während der Fahrt zum Zielort am Melville Castle bei jeder Bodenwelle bemerkbar gemacht hat. Nach 15km waren wir durch Metallabrieb an Auspuff & Co. circa 250g leichter als zuvor.

Zur wichtigen Zieleinfahrt wurde der Jag natürlich noch gepimped. Die deutschen Fans haben sich quasi als Kühlerfiguren angeboten, bzw. als „überfahrene“ Ritter. Mit Schwertern dekoriert lagen sie zu zweit auf der Haube, mit dem Dritten auf dem Dach des Jag drapiert. Das Dachblech hat sich dadurch kurzzeitig zur Badewanne verformt (was aber später mit ein paar beherzten Schlägen wieder zu richten war 🙂 ). Zum „Best Pimp“ wie im Vorjahr hat es leider nicht geführt, aber wohl nur, weil es einfach zu verdammt geil war und man nicht immer nur die Nieder-Eschbacher gewinnen lassen kann. Mit ca. 450 von 900+ möglichen Rallyepunkten hat es zum Gesamtsieg aber auch nicht gereicht. Hätten wohl doch mal jeden Abend im Regen pennen sollen, das gibt massiv Punkte.

Am Abend dann noch ein paar Bierchen in Edinburgh (die „Bier-Elster“ blieb sich treu und hat einen fetten Stapel Bierdeckel der Lieblingsmarke mitgehen lassen) und ein traditionell schottisches Abendessen. Sieht merkwürdig aus, schmeckt aber. Die Einheimischen nennen es „Pizza“. Diese verrückten Schotten, die essen alles.

Day 9: Unfreiwillige Abstinenz am Spey

Das B&B-Zimmer hat die letzte Nacht erfreulicherweise heil überstanden — fast alle Bierflecken ließen sich wegwischen. Entlang der Küste ging es nach Inverness, im weiten Bogen vorbei an Loch Ness (wo sich die Touribusse stapeln) und direkt auf die Whisky-Route durch Speyside.

Unsere großen Pläne für einen weiteren Whisky-Brunch gingen leider nicht auf. Macallen hat erstaunlicherweise sonntags geschlossen. Glenfarclas auch. Wenigstens gab es ein paar Bilder von verschlossenen Türen fürs Album. (Wie wir später lernen mussten, haben nicht alle Brennereien sonntags geschlossen — nur die, die wir uns ausgesucht haben 😉 ) Tja, Pech im Spiel = Glück in der Liebe.

Weiter durch Cairngorms National Park, ein faszinierender landschaftlicher Übergang von kargen Highlands zu grünen Wiesen und Wäldern. Und hintern den Cairngorms Bergen bei den sieben Zwergen liegt dann auch direkt Aberdeen. Eine Stadt, die alle Clichés über Schottland und seine Menschen vereint. Aber gut Feiern kann mann :-). Dort angekommen haben wir unsere Abstinenz wieder abgelegt und ein paar der ortstypischen Biere probiert. Drei Barkeeper haben uns auch Gläser als Souvenirs mitgehen lassen (der letzte allerdings unfreiwillig — die „Bier-Elster“ hat wieder zugeschlagen).